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Von wegen „Advent ist im Dezember.“ Der Christstollen lagert und reift schon seit vielen Wochen; Zimtsterne und Lebkuchen gibt’s in den Supermärkten auch schon seit Ende September. Und der erste Advent fällt in fünf von zehn Kalenderjahren in den November. So auch in diesem Jahr.
Bis zum ersten Advent 2022 sind es noch vier Tage, von daher kommt der Appell aus Psalm 24 fast sogar ein bisschen spät. „Macht die Tore weit und die Türen in der Welt hoch“ - wo soll man, bitteschön, so schnell noch Handwerker herbekommen? Maurer, Metallbauer, Schlosser?
Tore weit und Türen hoch – in vielen historischen Altstädten dieser Republik ist das Problem: Die alten Stadttore waren ja schon stattlich – aber eben für Pferdefuhrwerke und Kutschen dimensioniert, nicht für überbreite Staatskarossen und nicht für hohe Aufbauten auf Showtrucks, noch nicht einmal für gewöhnliche 40-Tonner. Also hat man oft direkt neben dem historischen Stadttor ein ordentliches Stück aus der Stadtbefestigung herausgebrochen und Platz geschaffen für den modernen Verkehr.
„Macht die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, damit der König der Ehren einziehen kann.“ Der König der Ehren – das ist der von Gott versprochene Retter der Welt, der Messias. Und der soll nicht den Kopf einziehen müssen, wenn er zu uns kommt, und Bewegungsfreiheit soll er auch haben. Deshalb ist die lichte Weite wichtig. Platz schaffen – auch innerlich. Dafür ist der Advent da. Und der beginnt nicht erst im November.
Autor: Markus Baum
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