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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. An diese Redewendung muss ich bei einem Zuspruch Gottes im Buch Jesaja denken:
Es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. (Jesaja 11, Vers 1)
Das, worauf Jesaja sich bezieht, kenne ich. Gelegentlich beobachte ich, wie aus einem abgehauenen Baumstumpf ein kleiner Trieb wächst, der beweist, dass die Pflanze noch nicht endgültig tot ist.
Dieses kraftvolle Bild verwendet der Prophet, um seinen Landsleuten in einer schier trostlosen Situation Mut zu zusprechen: Wenn es nach menschlichem Ermessen aus und vorbei ist, kann Gott aus den kärglichen Überresten Neues entstehen lassen. Ein zunächst unscheinbarer Trieb, der aber zu einem Baum heranwachsen wird, der sogar Früchte trägt.
Diese Prophetie gilt dem kommenden Messias, dem langersehnten Retter Israels. Davon waren die Menschen seinerzeit überzeugt. Christen glauben, dass Jesajas Worte Jesus beschreiben. Mit Jesus lässt Gott erneut Hoffnung wachsen. Allerdings ist nun der langersehnte Retter nicht mehr nur der Erlöser eines Volkes. Im Gegenteil. Jetzt sind alle eingeschlossen. Jeder, der seine Hoffnung auf Jesus setzt, wird nicht enttäuscht werden.
Auch wenn ich mich gelegentlich wie ein umgehauener Baum fühle. Alles aus und vorbei zu sein scheint. So kann ich fest damit rechnen, dass Gott durch Jesus mir neues Leben und eine bessere Zukunft schenken will.
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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