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Was der Prophet Hesekiel zu verkünden hat, ist eine Botschaft, die zu schön klingt, um wahr zu sein. Nach schier endlosen Androhungen von Gottes Gericht an sein Volk ist mit einem Mal von Hoffnung und einer Zukunft in der alten Heimat Israel die Rede.
Für die Verbannten, die im fast tausend Kilometer entfernten Babylonien ihr Dasein fristen, klingt das nahezu unglaublich. In ihnen stecken noch die Schrecken der Eroberung Jerusalems. Der grausame Krieg, die Hungersnot und der Abtransport in die Fremde.
Aber Hesekiel bleibt dabei. Gott ist noch nicht fertig mit seinen Leuten. Im Gegenteil, er hat Großes vor. Lassen Sie die ermutigenden Worte auf sich wirken, die Hesekiel im Auftrag Gottes seinen Landsleuten zu sagen hat:
Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet. (Hesekiel 36,9)
Diese Prophezeiung ist gleich in zweifacher Weise erfüllt worden. Etwa 70 Jahre nach Beginn der Babylonischen Gefangenschaft durften die ersten Verbannten heimkehren. Viele sind ihnen gefolgt. Bis schließlich das eingetroffen ist, was Hesekiel in seiner Prophetie vorhergesagt hatte.
Mitte des vergangenen Jahrhunderts ist es wieder geschehen. Aus aller Herren Länder sind Juden in ihre Heimat zurückgekehrt. Der moderne Staat Israel ist entstanden. Nach meinem Verständnis hat Gott sich ein weiteres Mal zu seinem Versprechen gestellt.
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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