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Der Umfragewert für die Beliebtheit von Politikern wird auf einer Punkteskala festgehalten.
Hätte man vor knapp 2000 Jahren in Nazareth eine Umfrage gemacht, dann hätte Jesus vorne gelegen. Mit seiner Antrittsrede in der Synagoge seiner Heimatstadt konnte Jesus die Leute für sich einnehmen: „Das ist unser Mann! Befähigt, begabt, begnadet. Unsere Stimme hat er!" Der Arzt Lukas berichtet im Kapitel 4 seines Evangeliums über Jesus:
Alle waren von ihm beeindruckt und staunten über seine Worte. Sie mussten zugeben, dass das, was er sagte, ihm von Gott geschenkt war. „Ist das nicht Josefs Sohn?“, fragten sie.
Mit seinen Worten hat Jesus seinen göttlichen Auftrag vorgestellt: Freiheit den Gefangenen! Licht den Blinden! Kraft den Zerschlagenen! Die Zuhörerschaft ist begeistert. Doch wenig später kippt die Stimmung. Aus Zuneigung wird Abneigung. Nicht nur die Umfragewerte stürzen in den Keller. Jesu Besuch in Nazareth endet damit, dass man ihn im wahrsten Sinne des Wortes stürzen will. Die aufgebrachte Volksmenge will ihn einen Berg hinabstürzen. Die Menschen wollen nicht nur große Reden hören, sie wollen auch etwas sehen. Jesus soll beweisen, dass er der Gesandte Gottes für diese Welt ist.
Doch Jesus will nicht als Wundertäter punkten. Ihm geht es nicht um steigende Umfragewerte. Es geht ihm um die Frage, welchen Wert Jesus für mich persönlich hat. Jesus will nicht „unser Mann“ sein. Jesus will „mein Herr“ sein. Dies im Namen von Gottes Auftrag: Freiheit, Licht und Kraft für mein Leben. Dafür braucht Jesus nicht meine Bewertungspunkte. Dafür braucht er mein Vertrauen. Auch heute.
Autor: Ellen Hörder-Knop
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