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Gott ist absolut zuverlässig. Das ist eine seiner wesentlichen Eigenschaften. Was er sagt, das geschieht auch! Aber manchmal geschieht es dann eben auch nicht! Das liegt an einer zweiten Eigenschaft Gottes. Denn Gott ist auch ein gnädiger Gott. Er vergibt Schuld. Und zwar dann, wenn Schuldner ihr Versagen oder ihre Versäumnisse einsehen und von Herzen bereuen. In der Bibel handeln zahlreiche Stellen davon, wie Gott auf das reagiert, was Menschen tun.
Eines der eindrücklichsten Beispiele finde ich im Buch des Propheten Jona (Jona 3,1-10). Dort wird beschrieben, wie Gott dem Propheten einen Auftrag erteilt: „Es geschah das Wort des HERRN […] zu Jona: Mach dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich dir sage!“ Jona tut, wie ihm Gott befiehlt und predigt: „Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen.“
Eine kurze und sehr klare Ansage. Ich erfahre noch nicht einmal, warum genau Ninive untergehen soll. Den Menschen damals in Ninive muss es aber sofort eingeleuchtet haben, denn ich lese weiter: „Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen alle, Groß und Klein, den Sack zur Buße an.“ Auch der König von Ninive macht mit und geht in Sack und Asche. Und er fordert seine Untertanen auf, heftig zu Gott zu rufen. „Und ein jeder kehre um von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände!“ Und der König stellt die hoffnungsvolle Aussage in den Raum: „Wer weiß, ob Gott nicht umkehrt und es ihn reut und er sich abwendet von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.“ Und wie endet der Abschnitt: Mit der Beschreibung, wie Gott darauf reagiert. Zitat: „Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie umkehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat’s nicht.“
Vergebung ist ein Kennzeichen von Gott. Sie entspricht seinem Wesen. Aber Gott erwartet auch ehrliche, von Herzen kommende Reue. Bloße Rituale, bei denen ich nicht von Herzen dabei bin, bedeuten Gott nichts. Aber indem sich Menschen Gott bewusst zuwenden und auf ihn einlassen, können sie sogar auf Gottes Verhalten einwirken. Denn sein Erbarmen übertrifft alles.
Autor: Horst Kretschi
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