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Wer will nicht gern erfolgreich sein. Ergebnisse der eigenen Bemühungen sehen und am Ende des Tages sagen: Diese Anstrengung hat sich gelohnt. Ich stelle mir vor, dass das beim Fasten so ist. Da verzichtet man auf dies und jenes und erhofft sich – was auch immer.
Fasten hat eine sehr lange Tradition. Das Volk Israel in der Antike hat gefastet, weil die Menschen damit Gott gefallen wollten. Indem sie auf Dinge verzichtet haben, konnten sie den Fokus ganz auf Gott lenken und seine Weisungen erkennen.
Doch Gott, der Allerhöchste, hat die Menschen auch damals schon durch den Propheten Jesaja gewarnt: Aufpassen, es gibt ein Fasten, das mir gar nicht gefällt. Wenn nämlich das Fasten, das Verzichten auf etwas, nur der Form halber geschieht oder nur deshalb, weil man vor anderen gut dastehen will. Gott lässt seinem Volk durch Jesaja sagen:
„Wie verbringt ihr denn eure Fastentage? Ihr geht wie gewöhnlich euren Geschäften nach und treibt eure Arbeiter genauso an wie sonst auch. Ihr fastet zwar, aber gleichzeitig zankt und streitet ihr und schlagt mit roher Faust zu. Wenn das ein Fasten sein soll, dann höre ich eure Gebete nicht! Denkt ihr, mir einen Gefallen zu tun, wenn ihr bloß auf Essen und Trinken verzichtet, den Kopf hängen lasst und euch in Trauergewändern in die Asche setzt? Nennt ihr so etwas ›Fasten‹? Ist das ein Tag, an dem ich, der HERR, Freude habe?“ Jesaja 58, 3b-5. (HFA)
Und Gott lässt auch keinen Zweifel daran, wie ein Fasten aussieht, das ihm gefällt. Unter anderem heißt es da: „Beseitigt jede Art von Unterdrückung! Hört auf, verächtlich mit dem Finger auf andere zu zeigen, macht Schluss mit aller Verleumdung!“ Jesaja 58,9 (HFA)
Mir scheint, das gilt nicht nur für das Volk Israel zur Zeit des Propheten Jesaja, sondern auch für uns heute. Wer Gott gefallen möchte, kann ihn nicht durch Äußerlichkeiten bestechen.
Autor: Annegret Schneider
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