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Ihr kennt das Problem alle: Fußballkommentatoren und die korrekte Aussprache von ausländischen Fußballernamen. Heißt der jetzt Pulisitsch oder Pulisick … Grafit, Grafite, Grafitsch oder gar Grafitschi? Die einen sagen so, die anderen so … perfekt ist das Namenschaos und am Ende spricht den Namen aus, wie er gerade lustig ist.
So ein Namenschaos droht auch wieder bei der WM 2018 in Russland. Viele exotische Teams sind dabei, viele für uns Deutsche ungewohnte Namen. Und damit die auch korrekt ausgesprochen werden, hat sich Maximilian Hubert, unser internationaler Fußball-Experte und Student der Uni Bamberg etwas überlegt und knüpft damit an ein Projekt an, das er bereits zur EM 2016 gestartet hatte. In der Sportshow bei Malte Asmus stellt er es vor und ruft alle Hörer zur Mithilfe auf.
Mehr Infos zum Thema:
Studentisches Fußball-Sprach-Projekt zum Mitmachen
Muttersprachler(innen) gesucht: WM-Spielernamen einsprechen
Der Anlass
Im kommenden Juni wird die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft erstmals in einem slavischen Land stattfinden: In Russland. 32 Nationen von allen sechs Kontinenten werden dabei um den Titel spielen, den Deutschland zu verteidigen anstrebt. Alle Teilnehmerländer siehe unten!
Neben dem sportlichen Aufeinandertreffen bietet das Turnier aber auch eine Bühne für die zahlreichen Sprachen und Kulturen der Teilnehmerländer. Zudem verwenden viele der Länder auch andere Schriftsysteme als das vor allem in Westeuropa gebräuchliche lateinische – nicht zuletzt Gastgeber Russland und dessen kyrillische Schrift.
Das Problem
Bedauerlicherweise ist die korrekte Aussprache und Schreibweise der Namen von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern eher die Ausnahme als die Regel. Dies betrifft die Berichterstattung von Kommentatoren und deren Fernsehsendern ebenso wie die FIFA selbst, die Buchstaben außerhalb des englischen Alphabets zumeist „vereinfacht“. Nicht nur deshalb haben die von den Kommentatoren verwendeten Namen meist nur wenig mit deren eigentlicher Aussprache gemein.
Das Projekt
Der Ziel des Projekt ist simpel: Alle bei der WM im Kader stehenden Spieler, sowie die jeweiligen Trainer und die Schiedsrichterteams sollen von Muttersprachlern eingesprochen und auf einer Uni-eigenen Webseite veröffentlicht werden. Auf dieser werden die einzelnen Teams aufgelistet, ihren Namen korrekt wiedergegeben und zusätzliche Informationen – etwa wenn die Spieler in einem anderen Land geboren wurden als in dem, das sie repräsentieren – angegeben.
Aufwand: Nach jetzigem Stand wird sich der Aufwand pro Nation zum Einsprechen auf nicht mehr als maximal eine Stunde belaufen.
Wer wird benötigt?
– Idealerweise Muttersprachler/innen für jede der 32 beteiligten Nationen (optional auch der Trainer/Schiedsrichter), die die Namen einsprechen. In Fällen von Ländern mit einem anderen Schriftsystem, etwa Russland, Japan oder Tunesien, sollen die Namen der Akteure außerdem wissenschaftlich transliteriert werden.
– Technischer Support für die Aufnahme und Verarbeitung der Sounddateien
– Technischer Support: Das Erstellen der Webseite und deren Gestaltung
An wen richtet sich die Anfrage?
– Hauptsächlich Lehrende und Studierende der Universität(en), da diese auch über das nötige „Fachwissen“ für Transliteration und Sprachhintergründe verfügen.
– Kommunikationswissenschaft Uni Bamberg (Aufnahme/Technische Unterstützung)
– Informatik-Abteilung Uni Bamberg (Gestaltung und Aufbau der Webseite)
– Verteilung an andere Universitäten/Interessenten
Wann startet das Projekt?
Die vorläufigen und später endgültigen Kaderlisten werden von der FIFA und den Verbänden etwa ab Mitte Mai bekannt gegeben, spätestens eine Woche vor Turnierstart (Eröffnungsspiel: ….) sollen idealerweise alle Namen eingesprochen sein. Natürlich kann sich jeder Experte bereits vorher über die Spielernamen seines Landes informieren, da viele Spieler bereits jetzt so gut wie sicher beim Turnier vertreten sein werden. Bei Interesse wäre es ideal, wenn eine Rückmeldung bis Mitte/Ende April erfolgen würde, um festzustellen, welchen Anklang das Projekt findet.
Schon vorab herzlichen Dank für jede Unterstützung!
Maximilian Hubert
Student für Geschichte/Slavistik an der Universität Bamberg
E-Mail: maximilian-robin.hubert(at)stud.uni-bamberg.de
https://www.uni-bamberg.de/slavling/news-slavling/artikel/fussball-projekt-zum-mitmachen/
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