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Joachim B. Schmidt greift den Tell-Mythos neu auf. Gabriela Kasperski lässt in «Zürcher Glut» wegen Brandstiftung ermitteln. Und Daniele Muscionico setzt in «Starke Schweizer Frauen» eindrücklichen Persönlichkeiten ein Denkmal. Der Stammtisch mit aktuellem Lesestoff ganz unterschiedlicher Art.
Der in Island lebende Schweizer Autor Joachim B. Schmidt nimmt sich in seinem Roman «Tell» nicht weniger als den Schweizer Nationalhelden vor. Annette König hat die Lektüre grossen Spass gemacht. Zum einen, weil der überlieferte Original-Stoff eben einfach gut sei. Und zum anderen, weil es Schmidt schaffe, durch schnell geschnittene Szenen der altbekannten Geschichte zu neuem Tempo zu verhelfen.
«Zürcher Glut» der Schweizer Autorin Gabriela Kasperski ist ein Regiokrimi im besten Sinn: Ein Schweizer Botschafter gibt eine Party. Plötzlich beginnt es zu brennen. War es ein Unfall, Nachlässigkeit, Brandstiftung? Die Autorin verstehe sich darauf, gekonnt verschiedene Spuren zu legen und den Roman bis zu Schluss voll Spannung zu halten, findet Britta Spichiger.
Frauen schrieben schon immer Geschichte. Nur standen sie lange im Schatten der Männer. Die erweiterte Neuauflage der Porträt-Sammlung «Starke Schweizer Frauen» von Daniele Muscionico über Frauen in der Schweiz zeige dies eindringlich, findet Felix Münger. Die Schilderung der oft dornenvollen Lebenswege von Persönlichkeiten wie Emilie Lieberherr, Iris von Roten oder Alfonsina Storni eröffne neue Blicke auf uns und unsere Geschichte.
Buchhinweise:
* Gabriela Kasperski: Zürcher Glut, Emons 2022. (332 Seiten)
* Daniele Muscionico: Starke Schweizer Frauen, Limmat 2021. (200 Seiten)
* Joachim B. Schmidt: Tell, Diogenes 2022. (288 Seiten) |