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«Vernichten», Michel Houellebecqs Roman über die Liebe, und «20/21 Synchron. Ein Lesebuch zur Literatur der mehrsprachigen Schweiz von 1920 bis 2020», das Charles Linsmayer herausgegeben hat, – dies die beiden Bücher am Literaturstammtisch im BuchZeichen.
Michel Houellebecq verzichtet in seinem neuen Roman auf jegliche Schönrederei. Er beschreibt den gesellschaftlichen Wandel mit einer Treffsicherheit, die an Klarsichtigkeit grenzt. Tiefschürfendes kommt beiläufig daher. Sätze wie: «Das Denken und das Leben sind schlicht unvereinbar», wenn es um die Liebe geht. Und die Liebe, das ist der Subtext von Houellebecqs fesselndem Roman, den Annette König Seite um Seite verschlungen hat.
Nicola Steiner bringt eine Anthologie mit Schweizer Literatur aus den letzten hundert Jahren mit, zusammengestellt von Charles Linsmayer, der sich seit vielen Jahrzehnten unermüdlich für die Schweizer Literatur einsetzt – als Veranstalter mit zeitgenössischen Autorinnen und Autoren und Herausgeber wiederentdeckter Werke. Eine wahre Fundgrube, die zu einer Entdeckungsreise einlädt.
Der Buchtipp diese Woche kommt von Michael Luisier. Er stellt Tagebücher des Schauspielers und Sängers Manfred Krug vor.
Buchhinweise:
Michael Houellebecq. Vernichten. 619 Seiten. Aus dem Französischen von Stephan Kleiner und Bernd Wilczek. DuMont, 2022.
Charles Linsmayer (Hrsg.). 20/21 Synchron. Ein Lesebuch zur Literatur der mehrsprachigen Schweiz von 1920 bis 2020. 576 Seiten. Th. Gut Verlag, 2022.
Manfred Krug. Ich sammle mein Leben zusammen. Tagebücher 1996-1997. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Krista Maria Schädlich. 208 Seiten. Kanon Verlag. |