|
Description:
|
|
Milowe, ein kleiner Ort im Nordosten der Ukraine an der Grenze zu Russland, liegt eigentlich gar nicht an der Front, und doch hat der Krieg im Donbass hier alles auf den Kopf gestellt. Durch die "Straße der Völkerfreundschaft" verläuft neuerdings ein knapp drei Meter hoher Maschendrahtzaun, der von viel Stacheldraht verstärkt wird. Seither verbindet die Straße die Völker nicht mehr, sondern trennt sie. Viele Familien sind davon betroffen, die Väter leben in Russland, wo es Arbeit gibt, die Mütter und Kinder bleiben indes in der Ukraine, wo es Wohnungen gibt und die Lebenshaltungskosten niedriger sind. Gegenseitige Besuche sind mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden, daher winken Verwandte und Freunde durch den Zaun und rufen sich gegenseitig Trost zu. Christine Hamel hat sich einen Tag lang in Milowe umgehört. Übernachten kann man nicht, denn es gibt nur ein Café im Ort. Ohne Toilette- die wiederum ist im Krankenhaus. |