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Podcast: Übergabe
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Pflegewissenschaft sichtbar machen - Die Rolle von "Pflege & Gesellschaft“ (Prof.in Dr.in Renate Stemmer & Prof. Dr. Dr. Andreas Büscher)

Category: Science & Medicine
Duration: 00:00:00
Publish Date: 2025-09-13 07:00:16
Description:
Pflegewissenschaft sichtbar machen - Die Rolle von "Pflege & Gesellschaft“ (Prof.in Dr.in Renate Stemmer & Prof. Dr. Dr. Andreas Büscher)

Pflegewissenschaft ist heute ein selbstverständlicher Teil der akademischen Landschaft in Deutschland. Doch der Weg dahin war lang, geprägt von Unsicherheit, Aufbauarbeit und nicht zuletzt von der Frage: Wo findet wissenschaftlicher Austausch eigentlich statt? Eine Antwort darauf liefert die DGP in der Fachzeitschrift „Pflege & Gesellschaft“. Sie ist mehr als ein klassisches Publikationsorgan. Sie ist Spiegel und Motor einer Disziplin, die ihren Platz in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft erst erkämpfen musste – und leider immer noch neu verhandelt.

In unserem Podcast beleuchten wir zusammen Prof.in Dr.in Renate Stemmer und Prof. Dr. Dr. Andreas Büscher die Geschichte, die Funktionen und die aktuelle Bedeutung von DGP und „Pflege & Gesellschaft“. Dabei geht es nicht nur um Strukturen, sondern auch um die Frage, wie Pflegewissenschaft sichtbar wird, welchen Stellenwert Publikationen im deutschsprachigen Raum haben und wie die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis gelingt.

Die Anfänge der Pflegewissenschaft in Deutschland

Die DGP wurde 1989 gegründet – damals noch unter dem Namen „Deutscher Verein zur Förderung der Pflegewissenschaft“. Das verdeutlicht, wie jung die Disziplin in Deutschland war. Während in Ländern wie den USA, Großbritannien oder Skandinavien pflegewissenschaftliche Studiengänge längst etabliert waren, stand man hierzulande erst am Anfang.

Die Gründung der Gesellschaft war daher ein bewusster Schritt: Pflege sollte nicht länger nur als praktische Tätigkeit verstanden werden, sondern auch als Forschungs- und Erkenntnisfeld. Ziel war es, Pflegewissenschaftler:innen zu vernetzen, Nachwuchs zu fördern und die Disziplin in der akademischen Welt zu verankern.

Heute ist die DGP eine zentrale Institution der Pflegewissenschaft in Deutschland. Sie hat etwa 1.100 Mitglieder, vor allem Lehrende, Forschende und Promovierende, zunehmend aber auch Nachwuchswissenschaftler:innen. Sektionen zu speziellen Themen – von Theorieentwicklung bis hin zu historischer Pflegeforschung – strukturieren die Arbeit und ermöglichen tiefe fachliche Diskussionen.

Sektionen | DGP - Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.
Pflegewissenschaft sichtbar machen - Die Rolle von "Pflege & Gesellschaft“ (Prof.in Dr.in Renate Stemmer & Prof. Dr. Dr. Andreas Büscher)DGP - Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.
Pflegewissenschaft sichtbar machen - Die Rolle von "Pflege & Gesellschaft“ (Prof.in Dr.in Renate Stemmer & Prof. Dr. Dr. Andreas Büscher)

Aufgaben der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft

Die DGP ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft. Zentrale Aufgaben sind:

  • Forschungsförderung und Nachwuchsarbeit: Die Gesellschaft unterstützt junge Wissenschaftler:innen, etwa durch eine eigene Sektion für Nachwuchspflegewissenschaft, durch Hochschultage oder durch Publikationsmöglichkeiten.
  • Wissenschaftlicher Austausch: Tagungen, Symposien und Fachsektionen bieten Raum für Diskussionen. Ein wichtiges Ziel ist die Reflexion der Rolle von Pflege in Gesundheitssystem und Gesellschaft.
  • Interdisziplinäre Vernetzung: Pflegewissenschaft überschneidet sich mit Soziologie, Medizin, Psychologie, Bildungs- und Ingenieurwissenschaften. Die DGP sucht bewusst den Austausch mit diesen Disziplinen.
  • Politische Beratung: Als Mitglied im Deutschen Pflegerat und in der AWMF (Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften) bringt die DGP pflegewissenschaftliche Positionen in die gesundheitspolitische Diskussion ein.
  • Publikationen: Über „Pflege & Gesellschaft“ schafft sie ein Forum für wissenschaftliche Texte, die den Diskurs dokumentieren und weiterentwickeln.

Damit ist die DGP ein Knotenpunkt, der sowohl nach innen als auch nach außen wirkt: nach innen zur Stärkung der Disziplin, nach außen zur Positionierung in Politik und Gesellschaft.

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